Erste Erinnerungstafel in MV für Gerhard Priesemann
niedergelegte Blumengebinde an der Erinnerungstafel für Gerhard Priesemann
Am Freitag, 18. September 2026 haben wir gemeinsam mit Familienangehörigen und über 50 Gästen an Gerhard Priesemann gedacht und erinnert. Er wohnte mit seiner Frau Anna und seinen 4 Kindern in der Walther-Rathenau Str. 16 in Schwerin bis er am 30. August 1950 auf dem Weg zu seiner Arbeitsstelle in den Vereinigten volkseigenen Betrieben in Schwerin (VVB) verhaftet und inhaftiert wurde. Er wurde 1951 verurteilt zum Tod durch Erschießen wegen Spionage, antisowjetischer Propaganda und Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation, so lautete das fragwürdige Urteil der sowjetischen „Troika“. Anschließend wurde er deportiert nach Moskau. Sein Gnadengesuch wurde abgelehnt und das Todesurteils in Moskau im Mai 1951 vollstreckt.
Gerhard Priesemanns Tot steht stellvertretend für über 1000 Opfer der stalinistischen Gewaltherrschaft. Deshalb wird die Arno Esch-Stiftung gemeinsam mit Memorial Deutschland weitere Lebensgeschichten von Opfern des Stalinismus wie die von Gerhard Priesemann aufdecken und mit Erinnerungstafeln gedenken und ehren.